Gaming Soundkarte Test: Kaufratgeber und Bestenliste 2016

eyecatcher-grauWährend vor zehn Jahren eine Gaming Soundkarte noch zwingend bei der Zusammenstellung des Gaming PC berücksichtigt werden musste, ist heute jeder Gaming PC mit einer onboard Soundkarte ausgestattet.

Wir haben zusammengestellt, warum die Anschaffung einer dedizierten Gaming Soundkarte trotzdem Sinn macht und welche Modelle wir 2016 zum Kauf empfehlen.

Nutzen einer dedizierten Gaming Soundkarte

Eine Soundkarte ist für die gesamte Audioverwaltung des PC zuständig.

Die Soundkarte ist zum einen dafür verantwortlich, wie die digitalen Signale des PCs auf den Gaming Lautsprechern und Kopfhörern dargestellt werden.

Zum anderen wandelt die Soundkarte die Aufnahme des Mikrofons in digitale Signale um, so dass diese als Daten vom PC verarbeitet werden können.

Alle PCs und Laptops verfügen heutzutage über so genannte Onboard Soundchips. Diese Chips befinden sich direkt auf dem Mainboard, so dass eine zusätzliche Soundkarte nicht zwingend erforderlich ist.

Gaming Headsets, die per USB an den PC angeschlossen werden verfügen sogar über einen eingebauten Soundchip und nutzen die Soundkarte des PC überhaupt nicht.

Sowohl bei onboard Soundkarten als auch bei USB Gaming Headsets hat sich die Qualität der Soundchips in den letzten Jahren stark verbessert.

Trotzdem setzen viele ernsthafte Gamer weiterhin auf die Kombination aus einem Headset, das per analogen Klinkenkabel angeschlossen wird und einer Gaming Soundkarte.

Externe Soundkarten produzieren besseren Sound und klarere Hintergrundgeräusche. Hierdurch kannst Du deinen Gegner im Game deutlich besser orten. Ein weiterer Vorteil von Soundkarten sind die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten, die in der Form bei Sound Chips nicht vorhanden sind.

Gaming Soundkarte Test

Gaming Soundkarte Bestenliste / Rangliste Gaming Soundkarte

Gaming SoundkartePreisniveauTestnotePreisvergleich
Asus Essence STX II 7.1 SoundkarteAsus Essence STX II 7.1 Soundkarte8.4/10Preis prüfenBewertungen lesen
Asus Xonar DGX 5.1 Asus Xonar DGX 5.1 8.3/10Preis prüfenBewertungen lesen
Creative Sound Blaster ZCreative Sound Blaster Z8.2/10Preis prüfenBewertungen lesen
Creative Sound Blaster Audigy RXCreative Sound Blaster Audigy RX7.9/10Preis prüfenBewertungen lesen
Asus ROG Xonar Phoebus Solo Asus ROG Xonar Phoebus Solo 7.2/10Preis prüfenBewertungen lesen

Informationen zur Testmethodik

Testsieger: Asus Essence STX II

asus-essence-stx-ii-soundkarteDie Asus Essence STX II ist unser Gaming Soundkarten Testsieger.

Die Soundkarte punktet mit dem mit Abstand größten Sound-Rauschabstand von 124 dB. Auf diese Weise wird eine sehr gute Klangqualität gewährleistet.

Zudem ist die Asus Essence STX II mit einem Kopfhörer-Verstärker ausgestattet, der eine Impedanz von bis zu 600 Ohm unterstützt.

Eine weitere Besonderheit der  Essence STX II ist die Umsetzung des Surround Sounds. Während bei den meisten Soundkarten die notwendigen Ausgänge an der Soundkarte selber liegen, ist bei der Asus Soundkarte eine Tochterplatine notwendig.

Diese ist Teil des Lieferumfangs und ermöglicht den Anschluss eines analogen 7.1. Soundsystems. Leider wird auf Grund dieser Konstruktion allerdings ein zweiter PCIe Platz belegt, so dass Du zum Betrieb der Asus Essence STX II mindestens zwei freie Slots benötigst.

Asus Essence STX II

Preis-Leistungs-Sieger: Asus Xonar DGX 5.1 Soundkarte

asus-xonar-dgx-5-1-soundkarteDie Asus Xonar DGX 5.1 Soundkarte konnte uns ebenfalls überzeugen und punktet mit einem sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis.

Der Rauschabstand der Xonar DGX 5.1 beträgt 105 dB. Dies ist ein guter Wert der deutlich über dem von onboard Soundkarten liegt.

Die Soundkarte selber gibt es in einer PCI-Express und in einer PCI Variante.

Die  Xonar DGX 5.1 wird mit einer eigenen Software ausgeliefert. Hier kannst Du zwischen den zwei Modi „Pro-Gaming“ mit einer verbesserten Ortung und „Exciter-Modus“ mit stärkeren Bässen wählen.

Genau wie die Essence STX II ist auch die Xonar DGX 5.1 mit einem integrierten Kopfhörerverstärker ausgestattet.

Asus Xonar DGX 5.1
Asus Xonar DGX 5.1 PCI-Express Sound Karte (105dB, 3,5mm RCA Jack)
Aktualisierung 28.03.2017, 11:46 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten

Vor- und Nachteile von internen, externen und onboard Soundkarten

Onboard Soundchips

Für Office Anwender und Gelegenheits-Gamer ist die onboard Soundkarte des PC absolut ausreichend.

Die heutigen onboard Karten produzieren einen klaren Sound ohne Rauschen. Sie verfügen aber in den meisten Fällen weder über umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten noch über Surround Sound Funktionalität.

Für ambitionierte Gamer ist die onboard Soundkarte daher nicht die richtige Wahl.

Vorteile

  • Vorinstalliert im PC / Laptop

Nachteile

  • Schlechtere Soundqualität
  • (Meistens) kein Surround Sound möglich

 

Interne Einbau-Soundkarten (PCI, PCIe)

Interne Soundkarten werden in der Regel in einem freien PCI bzw. PCIe Slot des PC eingebaut und ersetzen den onboard Soundchip.

Einbau-Soundkarten punkten mit einem höheren Rauschabstand, einer größeren maximalen Abtastrate und damit insgesamt mit einem besseren Sound.

Zudem verfügen Soundkarten häufig über mehrere Anschlüsse, so dass sich 5.1 bzw. 7.1. Surround Sound Lautsprecher anschließen lassen.

Vorteile

  • Bessere Soundqualität
  • Surround Sound

Nachteile

  • Mehr Platzbedarf im PC
  • Zusätzliche Kosten

 

Externe USB Soundkarten

Externe USB Soundkarten erfüllen den gleiche Zweck wie PCI/PCIe Karten: Sie sorgen für besseren Sound und haben einen vergleichbaren Funktionsumfang.

Der wesentliche Unterschied ist, dass der Anschluss der Soundkarte per USB und damit außerhalb des Gehäuses erfolgt.

USB Soundkarten machen insbesondere Sinn, wenn Du deine Soundkarte an zwei unterschiedlichen Geräten nutzen möchtest.

Vorteile

  • Einsetzbar auf mehreren Geräten
  • Kein zusätzlicher PCI Slot notwendig

Nachteile

  • Belegung eines USB Anschlusses

 

Gaming Soundkarte Kaufratgeber: Hierauf gilt es beim Kauf zu achten

Anschlüsse

Soundkarten bieten mehr Anschlussmöglichkeiten als onboard Chips.

Die unterschiedlichen Ein/- und Ausgänge sind farblich gekennzeichnet, damit Du auch ohne Anleitung die Buchsen zuordnen kannst.

Die rosa Buchse ist die Mikrofon Eingangsbuchse bzw. der Mic-In Anschluss. Sie wird ergänzt um einen blauen Line-In Eingang, der benötigt wird, wenn man stereophone Audiosignale aufzeichnen will.

Der blaue Eingang spielt damit fürs Gaming keine große Rolle, da das Mikrofon im wesentlichen ausschließlich für den Team Speak in mono genutzt wird.

Die benötigte Anzahl der Ausgänge hängt davon ab, ob Du ein Surround Sound System anschließen möchtest oder die Soundkarte mit deinem Headset verwendest.

Der grüne Ausgang ist der Hauptausgang. Hier wird das Headset bzw. der zentrale Speaker angeschlossen. Wenn die Soundkarte ebenfalls den Anschluss einer Surround Anlage ermöglicht, gibt es zudem weitere silberne Anschlüsse an denen die Seitenlautsprecher angeschlossen werden.

Der orange Anschluss komplettiert die 5.1/7.1 Ausgänge. Hier wird der Subwoofer für die tiefen Töne und Bässe angeschlossen.

Surround Sound

Grundsätzlich kann man zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Surround Sound unterscheiden:

  • „Echter“ Surround Sound
  • Virtueller Surround Sound

Beim „echten“ Surround Sound erfolgt der Anschuss von bis zu sieben Boxen und einem Subwoofer  (7.1.). Die Boxen werden dann entsprechend im Raum verteilt aufgestellt.

Wenn Du eine echte Surround Anlage hast, wirst Du zwingend eine Soundkarte benötigen, da beim onboard Chip nicht ausreichend Anschlüsse zur Verfügung stehen.

Die Alternative zu echten Surround Sound ist der virtuelle bzw. künstliche Surround Sound. Diese Technologie kommt bei 5.1 bzw. 7.1. USB Gaming Headsets zum Einsatz. Der Surround Sound wird hier nur durch eine Software produziert und nur auf zwei Ohrmuscheln dargestellt.

Gute Gaming Soundkarten können virtuellen Surround Sound abbilden und verfügen über die Möglichkeit 7.1 Soundsysteme für „echten“ Surround Sound anzuschließen.

Tipp: Anstelle Geld in ein teures 5.1. oder 7.1. Surround Sound Headset zu investieren, kannst Du auch eine Soundkarte mit virtuellen Surround Sound und ein Stereo Headset verwenden.  Das Prinzip ist das gleiche und häufig die Surround Qualität sogar besser. 

Rauschabstand

Der Rauschabstand ist der Lautstärke Abstand zwischen Nutzersignal und Rauschen und wird in Dezibel (dB) gemessen.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Abstand zum Rauschen desto besser.

Bei guten Soundkarten liegt der Rauschabstand bei mindestens 100 Dezibel. Bei internen onboard Chips wird diese Schwelle hingegen fast nie erreicht.

Video: Onboard vs. dedizierte Soundkarte

PC Games Hardware hat in einem Video den Sound eines onboad Soundchips und einer dedizierten Soundkarte gegenübergestellt:

Fiti
Fiti
Ich bin Fiti und technikbegeistert seit vor 20 Jahren nach dem ersten Gaming PC nicht mehr viel vom Konfirmationsgeld übrig blieb. Wenn ich nicht gerade meine Freizeit beim Zocken verdaddel, besteht eine gute Chance, dass Du mich auf dem Tennisplatz antriffst. Mein Gaming Spezialgebiet ist alles was nicht im Tower selber zu finden ist: Peripherals von Gaming Maus bis Gaming Lenkrad!
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